IoT-Glossar: Wichtige Begriffe aus der Welt der vernetzten Systeme
Die Welt des Internet of Things entwickelt sich rasant und mit ihr auch die Anzahl an Fachbegriffen, Technologien und Konzepten. Dieses Glossar soll eine leicht verständliche Orientierung bieten. Ob Einsteiger oder Profi: Die folgenden Begriffe schaffen ein solides Fundament für Projekte rund um IoT, IIoT und digitale Innovation.

Aktor
Ein Aktor, oder auch Aktuator, ist ein Gerät, das Bewegungen oder Aktionen ausführt, wie zum Beispiel ein Motor, der ein Fenster öffnet, oder ein Ventil, das Wasser freigibt. Während Sensoren Dinge messen, sorgen der Aktoren dafür, dass ein System aktiv wird und etwas verändert. In vielen IoT-Anwendungen ist der Aktor das „Handlungsorgan“, das digitale Befehle in reale Aktionen übersetzt.
Anomaly Detection (Anomalieerkennung)
Anomaly Detection bezeichnet die automatische Erkennung ungewöhnlicher Muster in Daten. In IoT-Systemen kann dies zum Beispiel helfen, fehlerhafte Geräte, Sicherheitsprobleme oder ungewöhnliche Betriebszustände frühzeitig zu erkennen. So können Unternehmen schneller reagieren, bevor größere Schäden oder Ausfälle entstehen.
Big Data
Der Begriff Big Data beschreibt sehr große Datenmengen, die so umfangreich oder komplex sind, dass sie sich nicht mehr mit herkömmlichen Methoden verarbeiten lassen. Im IoT entstehen solche Daten zum Beispiel durch Millionen von Sensoren, die ständig Informationen sammeln. Durch die Analyse von Big Data lassen sich Muster erkennen, Trends vorhersehen und bessere Entscheidungen treffen.
Cloud
Die Cloud bezeichnet entfernte Server und Speicherlösungen, auf die über das Internet zugegriffen wird. IoT-Geräte senden Daten in die Cloud, wo sie gesammelt, gespeichert und analysiert werden können. So lassen sich Informationen standortunabhängig abrufen und smarte Dienste bereitstellen.
Connected Cars
Als Connected Cars werden Fahrzeuge bezeichnet, die permanent über mobile oder satellitengestützte Vernetzung mit ihrer Umgebung und der Cloud kommunizieren. Sie sammeln Telemetriedaten, unterstützen Infotainment-Dienste, ermöglichen Over-the-Air-Updates und gelten als zentraler Baustein zukünftiger Mobilitätskonzepte.
Digital Twin
Ein Digital Twin ist ein virtuelles Abbild eines realen Objekts oder Systems. Sensoren liefern kontinuierlich Daten aus der physischen Welt, die im digitalen Modell abgebildet werden. Dadurch lassen sich Verhalten, Zustand oder mögliche Probleme simulieren, überwachen und analysieren – beispielsweise bei Maschinen, Gebäuden oder Fahrzeugen.
Edge Computing
Edge Computing bezeichnet die dezentrale Datenverarbeitung nahe am Ort ihrer Entstehung – zum Beispiel direkt im Gerät oder an einem lokalen Gateway. Dadurch sinken Latenzen, die Kosten für Datenübertragung werden reduziert und Systeme bleiben auch bei instabiler Internetverbindung reaktionsfähig.
Embedded Systems
Embedded Systems bzw. Embedded Systeme sind spezialisierte Computersysteme, die fest in Geräten oder Maschinen verbaut sind. Sie übernehmen spezifische Steuerungs-, Mess- oder Kommunikationsaufgaben und bilden häufig die technische Basis für vernetzte IoT-Produkte.
Funk
Funk bezeichnet die drahtlose Übertragung von Daten über elektromagnetische Wellen. In IoT-Systemen werden Funktechnologien wie Wi-Fi, Bluetooth, Zigbee oder LoRaWAN genutzt, um Geräte miteinander oder mit der Cloud zu verbinden – ohne dass Kabel benötigt werden.
Gateway
Ein Gateway verbindet IoT-Geräte mit Netzwerken oder Cloud-Diensten und übersetzt häufig zwischen unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen. Es dient als zentrale Schnittstelle, die Daten sammelt, filtert und weiterleitet oder lokal vorverarbeitet.
IIoT
Das Industrial Internet of Things (IIoT) beschreibt den Einsatz von IoT-Technologien in industriellen Anwendungen wie etwa in der Fertigung, in der Logistik oder in der Energieerzeugung. Das Ziel dabei ist es, Prozesse zu automatisieren und dadurch die Effizienz zu steigern, die Transparenz zu erhöhen und datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
IoT
Das Internet of Things steht für die Vernetzung physischer Geräte über das Internet, die die Sammlung, Übertragung und Verarbeitung von Daten ermöglichen. Es bildet die Grundlage für intelligente Anwendungen in Bereichen wie Smart Home, Industrie, Mobilität oder Energiewirtschaft.
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M2M
Die Abkürzung M2M steht für Machine-to-Machine und bezeichnet die direkte Kommunikation zwischen zwei Maschinen ohne menschliches Zutun. M2M gilt als Vorläufer des IoT und wird häufig in industriellen Automatisierungssystemen eingesetzt.
Node
Ein Node ist ein einzelnes Gerät oder ein Knotenpunkt innerhalb eines Netzwerks. Jeder Node kann Daten senden, empfangen oder weiterleiten. In IoT-Netzwerken sind Nodes häufig Sensoren, Aktoren oder Gateways, die zusammen ein vernetztes System bilden.
Predictive Maintenance
Predictive Maintenance bedeutet „vorausschauende Wartung“. Dabei werden Maschinen und Anlagen kontinuierlich über Sensoren überwacht. Die gesammelten Daten helfen dabei vorherzusagen, wann ein Bauteil gewartet oder ausgetauscht werden sollte. Das verhindert ungeplante Ausfälle, spart Kosten und verlängert die Lebensdauer der Geräte. Statt zu warten, bis etwas kaputtgeht, wird also rechtzeitig gehandelt.
Provisioning
Provisioning beschreibt den Prozess, ein neues Gerät für die Nutzung vorzubereiten. Dazu gehören die Einrichtung, Konfiguration und die Zuweisung von Zugriffsrechten in einem Netzwerk oder in der Cloud. Mit korrekt durchgeführtem Provisioning können Geräte sicher kommunizieren und ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen.
Security
Security (Sicherheit) umfasst in IoT-Systemen alle Maßnahmen, die Geräte, Netzwerke und Daten vor unbefugtem Zugriff, Manipulation oder Missbrauch schützen. Dazu gehören Verschlüsselung, sichere Authentifizierung und regelmäßige Updates, um IoT-Anwendungen zuverlässig und vertrauenswürdig zu machen.
Sensor
Ein Sensor erfasst physikalische Größen wie Temperatur, Druck, Beschleunigung oder Feuchtigkeit und wandelt diese in digitale Werte um. Sensoren sind zentrale Bausteine im IoT, da sie den Zustand von Geräten und Umgebungen messbar machen.
Smart Cities
Als Smart Cities gelten Städte, die digitale Technologien und vernetzte Sensoren nutzen, um das Leben für ihre Bewohner einfacher, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Beispiele für smarte urbane Prozesse sind etwa intelligente Straßenbeleuchtung, die nur bei Bedarf aktiviert wird, oder Verkehrssysteme, die Staus erkennen und Umleitungen vorschlagen. Das Ziel solcher Maßnahmen ist es, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen.
Smart Home
Ein Smart Home ist ein Zuhause, in dem Geräte wie Lampen, Heizungen, Rollläden oder Sicherheitssysteme miteinander vernetzt sind und automatisch oder per App gesteuert werden können. Dadurch wird der Alltag komfortabler, energieeffizienter und oft auch sicherer. Ein Beispiel: Die Heizung fährt automatisch hoch, wenn jemand nach Hause kommt, oder das Licht geht aus, wenn niemand im Raum ist. Der Begriff bezieht sich also auf die intelligente Vernetzung von Haushaltsgeräten, Beleuchtung, Heizung, Sicherheitssystemen oder Unterhaltungselektronik.
Smart Objects
Der Begriff Smart Objects umfasst alle Gegenstände, die durch Sensoren, Chips und Internetverbindung „intelligent“ werden. Sie können Informationen sammeln, darauf reagieren oder sich mit anderen Geräten austauschen. Bekannte Beispiele aus dem Alltag sind vernetzte Thermostate oder Smart Watches, aber auch Maschinen und Geräte in der Industrie können Smart Objects sein. Sie machen Prozesse automatisierbar und ermöglichen neue digitale Anwendungen.

